B[R]G Sillgasse

Sillgasse 10
6020 Innsbruck
Österreich

Planungsdaten
Abbruch der bestehenden Schulgebäude und Errichtung von 34 Stammklassen in flexiblem  Raumkonzept mit zugehörigen Aufenthaltszonen, Nebenräumen und Sonderunterrichtsräumen sowie zwei Turnsälen.

1. Platz in EU-weitem, offenen, einstufigen Realisierungswettbewerb

Verfahren: Oktober 2015

Little-Closed-BIM / Mixed BIM Projekt

Projektdaten
Brutto-Grundfläche: 12.160 m²
Netto-Grundfläche: 9.550 m²
Umbauter Raum: 47.700 m³
Bebaute Fläche: 2.016 m²

Auftraggeber
BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Team
Architektur:
SOLID architecture
TGO:
K2architektur.at
Tragwerk + Bauphysik:
INGENA
Haustechnik:
HTB-Plan
Fassadenplanung:
KuB Fassadentechnik
Brandschutz:
IBS
Sportplanung:
Raumkunst
Freiraumplanung:
Kieran Fraser Landscape Design
Gastroplanung:
Grossküchentechnik Austria
Ausschreibung:
MES Real Estate Services

Städtebau und Baukörper
Der Neubau des Gymnasiums in der Sillgasse schließt den durch den Abbruch der bestehenden Schule offenen Blockrand mit einem in drei Teile gegliederten Baukörper, der den Maßstab der umgebenden Gebäude aufnimmt.
Der Baukörper reagiert auf die jeweils angrenzende stadträumliche Situation und verzahnt sich mit der dichten, innerstädtischen Bebauung. An der Sillgasse rückt der Baukörper zu Gunsten eines breiteren Gehsteiges ab. Die Fassade des Palais Pfeiffersberg wird durch einen Schwenk in der Fassade freigestellt, wodurch an der Sillgasse ein Vorplatz entsteht. Hier liegt, von der Sillgasse etwas abgewandt, der überdeckte Haupteingang in das Gymnasium.

Die Schule öffnet sich zur Stadt
Die im Erdgeschoß liegende Bibliothek und der an der Sillgasse gelegene Mehrzwecksaal sind als eigenständige Funktionseinheiten konzipiert, die auch für außerschulische Veranstaltungen wie Lesungen und Buchpräsentationen genutzt werden können. Der Aufenthaltsbereich der Nachmittagsbetreuung kann um den mit dem Mehrzwecksaal koppelbaren Bewegungsraum erweitert werden.

Vertikaler Schulhof
Aufgrund der räumlich beengten, innerstädtischen Lage ist der Schulhof vertikal gestapelt.
In jedem Geschoß verbindet ein Balkon die drei Bauteile miteinander und ermöglicht jederzeit einen direkten Zugang zum Außenbereich. Eine außenliegende Treppe verbindet diese Freiflächen untereinander und mit dem Innenhof, wodurch ein großer, vertikaler Schulhof entsteht.

Cluster – Lernlandschaft mit Zugang ins Freie
In den oberen vier Ebenen des mittleren Bauteils liegen Verwaltung und Sonderunterrichtsräume, flankiert von zwei Bauteilen mit jeweils einem Cluster, bestehend aus fünf Stammklassen mit zentraler Offener Lernzone. Jeder Offenen Lernzone ist ein überdeckter Freibereich auf den Balkonen, der als Freiluftklasse genutzt werden kann, zugeordnet.

Multifunktionale Klassen und Wände
Jede Stammklasse besitzt einen Sitzerker, der als Rückzugsort für Kleingruppen innerhalb der Klasse genutzt werden kann. In den Vorbereichen zu den einzelnen Klassenräumen hin sind in den Wänden Spinde integriert. Die Klasseneingangstüren können in Wandfeldern arretiert werden, die räumliche Trennung zwischen Klassen und Offenen Lernzonen wird reduziert. Eine Glaswand ermöglicht auch bei geschlossener Tür den Sichtkontakt in die offene Lernzone.

Sport mit externem Zugang
Der Bewegungsraum im Erdgeschoss und die beiden unterirdischen Turnhallen besitzen einen direkten Zugang von der Sillgasse und können außerschulisch für Sportkurse, Seminare, etc. genutzt werden.

Nachtlüftung
Um der sommerlichen Überwärmung der Klassen durch interne und äußere Lasten entgegenzuwirken, wird die kontrollierte Klassenzimmerlüftung um die sogenannte „Sommernachtslüftung“ oder „Freie Außenluftkühlung (FAK)“ nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel erweitert. Im „Sommernachtslüftungsfall“ wird der Abluftventilator, der um ca. 30% überdimensioniert ist, auf volle Stufe geschaltet und die warme Luft über das Abluftkanalsystem aus dem Gebäude abgesaugt. Die kühlere Außenluft strömt durch den entstehenden Unterdruck über motorisch betätigte Fenster an der Fassade ins Gebäude nach.

B[R]G Sillgasse

Sillgasse 10
6020 Innsbruck
Austria

Planning Data
School building for 34 classrooms with associated common areas and two gyms.

1st prize in open, EU wide competition

Date: October 2015

Project Data
Gross Area: 12.160 m²
Net Area: 9.550 m²
Building Volume: 47.700 m³
Built up Area: 2.016 m²

Client
BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Team
Architectural planning:
SOLID architecture
Tech & comm management:
K2architektur.at
Structure and building physics:
INGENA
Building services:
HTB-Plan
Facade planning:
KuB Fassadentechnik
Fire prevention planning:
IBS
Sport space planning:
Raumkunst
Open space planning:
Kieran Fraser Landscape Design
Gastronomic planning:
Grossküchentechnik Austria
Tender:
MES Real Estate Services

The new school building closes the gap in the perimeter block development that results from the demolition of the existing structure. By shaping the volume accordingly the building reacts to the surrounding urban structure. It adapts in scale to the adjacent development and leaves gaps to create new urban spaces.

At the ground level the library and a multipurpose room open the school towards the square in front of the school. These facilities can also be used for external events, such as lectures and book presentations. Two entrances give access to the main hall floating around the central facilities and also serve as access to the after-school care accommodation and a small gym.

Centrally located on the upper levels are the school administration and the rooms for specialized education. These areas are embraced by the classrooms, which are organized in clusters around a central, multipurpose space for learning and recreation. Each of these spaces has direct access to an exterior learning terrace orientated towards the inner courtyard.

The classrooms are designed to serve as multifunctional spaces, usable in many different ways. Each class provides a bay for small teaching groups and the window parapet are designed to work as benches. Into the wall towards the associated multipurpose space are integrated a sitting bench and the lockers for the students. Glazed elements provide the inner areas of the clusters with daylight and create visual connections between spaces.
One of the classrooms is equipped with a sliding wall, allowing doubling the surface for open learning concepts.